STOPP bei GEWALT

Gewalt ist gesellschaftlich vorhanden und entsteht nicht etwa im Kindergarten oder in der Schule. Sie spiegelt sich in den verschiedensten Bereichen wieder und hat für jeden ein anderes Gesicht. Deswegen ist es von großer Wichtigkeit, dass Kinder durch gezielte Präventionsmaßnahmen lernen, wie andere Konfliktlösungsmöglichkeiten abseits der Gewalt funktionieren und eingesetzt werden können.

Streit und Konflikte zwischen Kindern sind grundlegende Bestandteile sozialer Erfahrungen. Kinder machen eigene Erfahrungen im Durchleben und Durchstehen von Konflikten. Dabei erwerben sie wichtige Fähigkeiten wie z.B. eine realistische Selbsteinschätzung und Selbstwahrnehmung, Problemlöse- und Entscheidungsfähigkeit sowie Konfliktfähigkeit.

Länger andauernde Erfahrungen ungelöster oder schlecht gelöster Konflikte erhöhen die Wahrscheinlichkeit der weiteren Verwendung von destruktiven, passiven oder unsicheren Konfliktbewältigungsstrategien.

Das Ärgern anderer, Ausgrenzungen und Hänseleien werden auch zunehmend bereits im Kindergartenalter ein Problem. Umso wichtiger wird es in Zukunft werden, Formen dieser Verhaltensweisen möglichst früh zu erkennen, adäquat darauf zu reagieren und früh mit der Gewaltprävention zu beginnen.

Eine konstruktive Form der Problem- und Konfliktbewältigung ist nicht mehr möglich, wenn sie nicht in frühen Lebensjahren gelernt wurde.

Gewaltpräventionsarbeit verhindert Gewalt nicht per se, aber sie sensibilisiert dafür, wo Gewalt beginnt. Gewaltpräventionsarbeit wirkt also deeskalierend und damit kann nicht früh genug begonnen werden.

Wenn schon die Kleinsten Konflikte ohne Gewalt lösen können so ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie auch im Jugend- und/oder Erwachsenenalter nicht zuschlagen sehr hoch.

German English